
Eunsoo Hur


Komponistin
Pianistin
Musiktheoretikerin
Produzentin
Pädagogin
Biografie
Geboren 1995 in Seoul, begann sie im Alter von fünf Jahren mit dem Klavierspiel und fand so ihren Weg in die Welt der Musik. Zwischen ihrem achten und zwölften Lebensjahr stand sie als Solistin und Chormitglied an der Koreanischen Nationaloper auf der Bühne und sammelte dort prägende musikalische Erfahrungen. In Zusammenarbeit mit dem Chor der Rumänischen Nationaloper Bukarest wirkte sie in Carmen und weiteren Opernproduktionen mit. Darüber hinaus trat sie in Werken wie Tosca, Turandot, Yuzuru, Wozzeck, Die Zauberflöte, Carmen und La Bohème auf Bühnen in Seoul und anderen Städten Südkoreas auf. Außerdem musizierte sie mit dem Orchester der Seoul National University in Gustav Mahlers 8. Sinfonie und trat mit dem Shanghai Symphony Orchestra auf.
Seit 2011 erhielt sie Unterricht in Dirigieren bei Prof. Ji-Hwan Kim sowie in Komposition und Musiktheorie bei Prof. Jun-Il Kang, wodurch sie ihr musikalisches Fundament festigte. Nach dem Gymnasium Schulabschluss( Absolviert Kurs: Naturwissenschaftlich-medizinischer / internationalen geisteswissenschaftlicher) zog sie nach Deutschland, um Musikwissenschaft, Philosophie und Dirigieren zu studieren – eine Zeit intensiver Auseinandersetzung mit Musik aus verschiedenen Perspektiven. Anschließend vertiefte sie ihre Ausbildung in Musiktheorie bei Prof. Heide Andreas und studierte Klavier, Kammermusik und Musikpädagogik, was sie mit den Diplomen in Künstlerischer Ausbildung (KA) und Künstlerischer Erziehung (KE) abschloss.
In Hamburg, der Stadt von Johannes Brahms, initiierte und gestaltete sie jährlich Brahms-Konzerte als Pianistin und künstlerische Leiterin. Neben ihrer Tätigkeit als Musikerin entwickelte sie zahlreiche Kunstprojekte in Südkorea – nicht nur klassische Konzerte, sondern auch interdisziplinäre Formate, in denen verschiedene Kunstformen miteinander verschmelzen. Sie konzipierte Kulturprogramme, die den Austausch zwischen Korea und Europa fördern, und baute mit Unterstützung verschiedener koreanischer Kulturstiftungen ein Netzwerk auf, das die Zusammenarbeit von Künstler:innen unterschiedlicher Disziplinen ermöglicht.
Nach ihrem Abschluss zog sie nach Wien, um an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw) Komposition und Musiktheorie bei Prof. Gerald Resch zu studieren. Derzeit erweitert sie ihr künstlerisches Spektrum in Musiktheorie und Analyse bei Prof. Frauke Jürgensen und Prof. Annegret Huber, sowie in Medienkomposition bei Prof. Judit Varga.
Heute lebt und arbeitet sie zwischen Österreich und Südkorea. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit widmet sie sich mit Leidenschaft der Ausbildung junger Musiker:innen und dem Aufbau neuer Verbindungen zwischen Kunst, Bildung und Kultur.
Kompositionen
2020
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Zukünftige Stadt – für Streichquartett
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Future City – for String Quartet
2021
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At The Bamboo Forest – für Orchester
2022
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old factory – Elektronische Musik
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Spielwarengeschäft – Elektronische Musik (toy store)
2023
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Song of Frost – für Mezzosopran
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Ein ehemaliger Bergmann in Zollverein – Elektronische Musik (A Former Miner in Zollverein)
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Dementia – Elektronische Musik
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Filament – Elektronische Musik
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Wonderland Garden (2023/24): Closed Bud – A Little Thief – Tree – Descending Fraction für Klavier solo
2024
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It’s Raining – für Violine und Klavier
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Maze of Auditory Existence – Elektronische Musik
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Hustle Cycle – für Sopran-, Alt- und Tenorsaxophon
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Autumn, and.. – Medienmusik
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One Day, Seoul – Elektronische Musik
2025
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Are You Enough? – Theatermusik
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Spuren - für Klaviertrio
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Dear Marquis – Red Bull Symphonic: Johann Strauss 2025 Edition
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SEE the SEA – für Klavier solo
2026
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Jenseits des unendlichen Körpers – für [Besetzung nicht angegeben] (UA geplant: Februar 2026)
theoretische Analyse
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Maurice Ravels Gaspard de la Nuit Eine musikalische Neuinterpretation des surrealistischen Fantasiegedichts und kompositorische Techniken
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Musikalische Motive und harmonische Strukturen in Debussys La Cathédrale Engloutie
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Franz Schuberts Der Tod und das Mädchen Musikalische Darstellung und der Todesbegriff von Claudius
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Frank Martins Messe für Doppelchor Zeitgenössische Musiksprache und interpretative Ansätze
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Die Dialektik von Struktur und Tonentwicklung in Beethovens Waldstein-Sonate Op. 53
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Tonale Unbestimmtheit und strukturelle Dialektik in Beethovens Bagatelle WoO. 60
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Die Interaktion von rhythmischer Freiheit und Serialismus in Milton Babbitts All Set
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Das klangliche Potenzial der Siebtheorie Mathematische Struktur und musikalische Muster in Iannis Xenakis’ Metastaseis
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Von E.T.A. Hoffmanns Der Sandmann zu Unsuk Chins Mannequin
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Täuschung und guter Geschmack: ‘Prima la musica, poi le parole’ von Antonio Salieri im Spiegel der Ästhetik von Francesco Geminiani
Mitgliedschaft
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Mitglied der British Music Analysis Association (SMA)
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Mitglied der Deutschsprachigen Gesellschaft für Musiktheorie (GMTH)
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Gründerin, Hauptkünstlerin und Leiterin von CREA Arts
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Mitglied der Austrian Composers Association (ACOM)